Die Grafschaft Cumbria

Cumbria

Die Grafschaft Cumbria, die in ihrer heutigen Form 1974 entstanden ist, besteht aus den früheren Countys Cumberland und Westmorland sowie kleinen Teilen anderer Countys. Sie liegt im äußersten Nordwesten von England und wird von fast 500.000 Menschen bewohnt.

Die wohl schönste Gegend in Cumbria ist der Lake District Nationalpark, der seit Generationen Maler, Musiker und Schriftsteller inspiriert und ein beliebtes Reiseziel für viele Engländer und internationale Besucher ist.

Die drei größten Städte in Cumbria sind Carlisle (ca. 105.000 Einwohner), Barrow-in-Furness (ca. 72.000) und Kendal (ca. 28.000). Mit einer Dichte von nur 73 Einwohnern per Quadratkilometern ist Cumbria am zweit geringsten besiedelte Grafschaft nach Northumberland. Dies liegt unter anderem daran, dass ein Großteil der Fläche Cumbrias vom Lake District Nationalpark eingenommen wird.

Es ist also nicht verwunderlich, dass heute besonders Tourismus und Landwirtschaft eine große Rolle in Cumbrias Wirtschaft spielen. Besondere Aufmerksamkeit kam den Seen des Lake District zu teil, nachdem der Dichter William Wordsworth 1835 einen Reiseführer über die Gegend veröffentlicht hatte. Darin schlug er vor, die Gegend solle eine Art Nationalbesitz werden, lehnte jedoch den Bau von Eisenbahnrouten und Straßen ab, der heute den Besuch der Seen erst ermöglicht.

Doch nicht erst im 19. Jahrhundert lernte man die Lakes zu schätzen: Bereits vor ca. 5.000 Jahren siedelten Menschen in diesem Gebiet; es folgten Kelten, Römer, Angeln und Wikinger. Ähnlich wie auch Northumberland wurde Cumbria im Lauf der Geschichte häufig Opfer von Grenzkriegen und feindlichen Übergriffen.

Weitere Informationen

Städte in Cumbria: Carlisle

Nationalpark in Cumbria: Lake District Nationalpark