Die Grafschaft Durham

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Die Form des Namens „County Durham“ ist einzigartig in England. Viele der Grafschaften sind nach ihrer county town benannt, etwa Yorkshire oder Warwickshire. Dass die Grafschaft Durham nicht Durhamshire heißt, hängt mit dem einstigen Einflussbereich der Bischöfe von Durham zusammen: Da sie auch außerhalb der Grafschaft Macht ausübten, wurde der „innere“ Teil eben County Durham genannt, um ihn von den äußeren Gebieten abzugrenzen.

Geschichte von Durham

In römischer Zeit führte eine strategisch wichtige Straße mitten durch die Grafschaft. Sie diente der Verteidigung der nördlichen Grenze des römischen Reiches. Auch heute sind noch Überreste aus dieser Zeit zu besichtigen, zum Beispiel eine römische Festung bei Bishop Auckland.

Bereits durch den Tod des Heiligen Saint Cuthbert gewann die Grafschaft Durham an religiöser Bedeutung und entwickelte sich zur Pilgerstätte. Doch als William der Eroberer 1072 den Bischöfen von Durham besondere religiöse und militärische Macht zusprach, erlangten diese einen Status, der ihnen unter anderem den Bau der prächtigen normannischen Kathedrale ermöglichte. Zusammen mit Durham Castle, das bis 1832 Sitz der Prince Bishops war, spiegelt sie auch heute noch die Macht und den Reichtum der Bischöfe wider.

Doch nicht nur die Bischöfe sondern auch zahlreiche wohlhabende und einflussreiche Familien demonstrierten ihre Stellung durch den Bau von Schlössern und anderen prachtvollen Gebäuden. Durch das Aufkommen der Kohleindustrie im 19. Jahrhundert gelang es vielen, ihren Reichtum noch zu vergrößern.

Landschaftliche Vielfalt macht die Grafschaft Durham heute besonders attraktiv: Von der Küste im Osten, über Moorlandschaften und einem der größten Waldgebiete in Nordengland bis hin zu den North Pennines im Westen – die Grafschaft Durham hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

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Städte in Durham: Durham, Darlington