Die Grafschaft Suffolk

Suffolk liegt in East Anglia im Osten von England und grenzt an die countys Norfolk, Cambridgeshire und Essex. Verwaltungssitz ist die Stadt Ipswich, die im Süden der Grafschaft liegt. Suffolk hat knapp 700.000 Einwohner, von denen ein überdurchschnittlich großer Teil im Rentenalter ist. Der Anteil der 15 bis 29-Jährigen ist hingegen vergleichsweise gering, was auf das Fehlen großer Städte und somit auch höheren Bildungseinrichtungen zurückgeführt wird.

Geografie von Suffolk

Ebenso wie Norfolk liegen auch Teile Suffolks nur knapp über dem Meeresspiegel, weshalb sich die Norfolk Broads, eine Feuchtlandschaft aus Flüssen, Seen und Sumpfgebieten auch über den nördlichen Teil von Suffolk erstrecken. Die Suffolk Coast and Heaths ist eine Area of Outstanding Natural Beauty und erstreckt sich über Wald-, Acker- und Heideland, mehrere Flussmündungen sowie Strände und Felsen auf einer Länge von 60 Meilen an der Küste. Viele der schönen Küstenorte befinden sich in dem Gebiet, ebenso wie drei Naturschutzgebiete und drei Fernwanderwege.

Geschichte von Suffolk

Das heutige Suffolk entstand aus dem südlichen Teil des Königreichs East Anglia, welches die Angeln im 5. Jahrhundert gegründet hatten. Die Aufteilung in Norfolk und Suffolk fand vermutlich im 11. Jahrhundert statt, und seitdem haben sich Suffolks Grenzen kaum verändert, sieht man vom Landverlust ab, der an der Küste durch das Einwirken der Elemente verursacht wird. Ab 1888 gab es allerdings zwei eigenständige Verwaltungseinheiten, East Suffolk und West Suffolk, die erst unter dem Local Government Act von 1972 wieder zum einer Grafschaft vereint wurden.

Sehenswertes in Suffolk

Zu den Sehenswürdigkeiten in Suffolk gehört zum Beispiel Clare Castle, eine Ruine in der kleinen Stadt Clare, die von einem schönen Park umgeben ist. Das ursprüngliche Schloss wurde nach der Normannischen Eroberung unter Richard de Clare, dem das Land von William dem Eroberer zugesprochen worden war, erbaut. Im 15. Jahrhundert ging Clare Castle in den Besitz der Krone über, was zu einem raschen Verfall der Anlage führte.

Wesentlich weiter reicht die Geschichte von Framlingham Castle zurück, das bereits im 7. Jahrhundert von Raedwald, einem mächtigen König der Ostangeln, gegründet wurde. Das Bauwerk, dessen Überreste heute noch zu sehen sind, wurde allerdings erst zwischen 1190 und 1210 errichtet. Eine architektonische Besonderheit ist die Ringmauer, die das Innere des Schlosses schützt. Es handelt sich um eine der ersten Anlagen dieser Art in Westeuropa. Heute wird die Ruine von der English Heritage verwaltet und ist ganzjährig für Besucher geöffnet.  

Weitere Informationen

Städte in Suffolk: Bury St Edmunds, Ipswich