Quick Infos

Wichtige Vorwahlen: Anbieter & Reseller

07401 - Telefónica O2 UK Limited
07773 - Orange
07903 - T-Mobile
07074 - Vodafone

Vorwahl nach England

0044

Verfügbarkeit

GSM und UMTS gut verfügbar

Tipps

  • Anrufe auf der Mailbox können Kosten verursachen
  • Viele Provider bieten Zusatztarife für den Urlaub an

Achtung!

SMS und andere Datenübertragungen können teuer werden

Mobil telefonieren in England: Vorwahl, Kosten, Roaming

In England existieren vier Mobilfunkanbieter: O2 (Telefónica O2 UK Limited), Orange, T-Mobile UK und Vodafone. Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut und bietet alle zeitgemäßen technischen Standards. So ist nicht nur das alte GSM-Netz verfügbar, sondern auch die fortschrittliche UMTS-Technologie weitläufig vorhanden. Für mobile Datendienste, wie Internet und Email auf dem Handy ist diese bedeutend schnellere Netztechnik unverzichtbar. Die Landesvorwahl von England lautet 0044. Die Mobilfunkvorwahlen: 07401 (O2), 07773 (Orange), 07903 (T-Mobile), 07074 (Vodafone).

Bei Nutzung der deutschen Karte fallen Roaming-Gebühren an

Da inzwischen in allen europäischen Ländern Roaming-Abkommen unter den verschiedenen Mobilfunkbetreibern bestehen, so auch in England, ist es ohne weiteres möglich mit seiner deutschen Mobilfunkkarte mit unveränderter Nummer im englischen Netz zu telefonieren. Durch die Nutzung des ausländischen Mobilfunknetzes mit einer deutschen Karte entsteht dadurch allerdings die so genannten Roaming-Gebühr, eine Art Auslandsgebühr. Diese wird sowohl bei abgehenden Verbindungen, als auch bei eingehenden Verbindungen erhoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob man mit einer Guthabenkarte, auch Prepaidkarte genannt oder mit einem Vertragstarif das ausländische Netz nutzt. Nur die Zahlweise unterscheidet sich: Bei Prepaidkarten wird die Auslandsgebühr unmittelbar nach Ende eines Telefonates oder einer Datenverbindung vom Guthaben abgezogen. Vertragskunden zahlen diese erst mit der monatlichen Abrechnung.

Die Obergrenzen für Roaming-Gebühren sind mittlerweile durch die EU festgeschrieben. Vor dem Inkrafttreten dieser Preisverordnung der EU im Sommer 2007 waren die Auslandsgebühren wesentlich höher, als sie es heute sind. In hohem Maße für diese Preissenkung verantwortlich war Viviane Reding, Telekom-Kommissarin der EU. Im Durchschnitt musste man bis zum Sommer 2007 für ein einminütiges Gespräch 1,10 € zahlen, was in Anbetracht der stetig sinkenden Verbindungspreise in Deutschland absolut unverständlich blieb. Durch die verordnete Preissenkung aus Brüssel dürfen abgehende Telefonate nun nicht mehr als 46 Cent zzgl. Mehrwertsteuer kosten. Die Obergrenze für Verbindungspreise für eingehende Anrufe wurde auf 24 Cent zzgl. Mehrwertsteuer festgelegt. Kurznachrichten, so genannte SMS, kosten allerdings auch heute noch bis 39 Cent. Das ist verhältnismäßig noch teuer, sodass ein kurzes Telefonat unter Umständen sinnvoller sein kann.

Mobile Datendienste verursachen hohe Kosten!

Als absolute Kostenfalle entlarven sich allerdings die Verbindungskosten für mobile Datendienste. Dies war auch vor den Preissenkungen von 2007 der Fall. Damals konnte ein Datentransfer von 1 MB über das Handy bis zu 16 € kosten! Auch hier bleibt nur das Kopfschütteln, wenn man sieht, dass die Übertragung der gleichen Datenmenge im eigenen Inland im günstigsten Fall weniger als 10 Cent kostet. Ende 2008 können je nach Anbieter für ein Datenvolumen von 1 MB allerdings immer noch rund 8 € fällig werden. Viel zu viel! Das sieht auch Reding so und kündigt pünktlich zu den Sommerferien 2009 eine Nachbesserung in Sachen SMS und mobile Datenverbindungen an. Nach diesen Plänen soll auch eine Obergrenze für SMS und Datenverbindungen eingeführt werden, sofern die Mobilfunkanbieter nicht von sich aus die Preise senken. SMS sollen laut Reding ab Sommer 2009 nicht mehr als 11 Cent kosten dürfen und die Datenverbindungen auf maximal 1 € pro MB festgesetzt werden. Die Verbraucher dürften diese Pläne sicherlich begrüßen.

Infos für die Urlaubsplanung

Wer plant sein deutsches Handy in England zu nutzen, sollte sich grundsätzlich eingehend bei seinem Mobilfunkanbieter beraten lassen und konkret nach den Preisen und Konditionen im Ausland erkundigen. So verhindert man böse Überraschungen. Gerade für Vertragskunden bieten einige Anbieter spezielle zusätzliche Tarifoptionen für das europäische Ausland an. Diese können zwar mit einer einmaligen Gebühr verbunden sein, doch besonders bei regerer Nutzung des Handys im Ausland kann diese Tarifoption bares Geld sparen. Für den Notfalltelefonierer, der vielleicht nur ein oder zwei Telefonate führt, lohnen solche Zusatzoptionen in der Regel nicht.

Die Mailbox kann ebenfalls zur Kostenfalle werden! Vorsicht, auch wenn ihnen jemand auf die Mailbox spricht werden Roaming-Gebühren fällig. Sind sie bei aktiver Mailbox nicht erreichbar, wird der Anruf auf ihre Kosten aus England auf ihre Mailbox in Deutschland weitergeleitet. Und wenn sie diese dann kostenpflichtig aus England abhören, zahlen sie gleich noch einmal. Wer darauf verzichten kann, sollte die Mailbox vor Einreise unbedingt abschalten.

Nutzer von Prepaidkarten sollte in jedem Fall darauf achten, dass vor Abreise ausreichend Guthaben auf der Karte ist. Normalerweise ist das Aufladen auch im Ausland möglich, allerdings muss der Anruf, um die im Ausland gekaufte Nachladekarte aufzuladen, nicht zwingend kostenfrei sein. In Deutschland ist es in jedem Fall kostenfrei.

  • Mit UMTS im Ausland surfen

    Hat man bereits ein Blackberry-Gerät und einen normalen Handyvertrag, kommt die Zusatzoption einer UMTS Card ins Spiel. Mit dieser und einer Flatrate ausgestattet steht dem Genuß des mobilen Internets auch im Ausland nichts mehr im Weg.
  • Nicht nur in England Handygebühren sparen

    Voraussetzung dafür, den individuell richtigen Mobilfunkvertrag zu wählen, ist die genaue Kenntnis des eigenen Telefonverhaltens. Da helfen beispielsweise Handy Tarifrechner. Die informieren darüber, welcher Handy-Vertrag in Deutschland am meisten geeignet ist. Flat-SMS, günstige Festnetzpreise oder doch nur ab 18 Uhr günstig telefonieren? Des Weiteren lohnt es sich, bei den verschiedenen Anbietern noch mal genauer nach den internationalen Tarifen nachzufragen um so ein möglichst rundes Bild über die Kosten zu erhalten.