Stonehenge - Entstehung

Äußerer und innerer SteinringÄußerer und innerer Steinring

Entstehung von Stonehenge

Erst im 20. Jahrhundert haben archäologische Ausgrabungen verlässliche Informationen über die Entstehung Stonehenges hervorgebracht. Mit diesen ist es möglich geworden, zu sagen, wann und in welcher Reihenfolge die verschiedenen Strukturen erbaut wurden.

So haben die Untersuchungen ergeben, dass Stonehenge in drei Bauphasen in der Zeit von etwa 3000 bis 1500 v. Chr. entstanden ist. Die Frühphase datiert man auf etwa 3100 v. Chr, die beachtenswerte Megalithstruktur wurde wahrscheinlich zwischen 2500 und 2000 v. Chr. erbaut.

3000 - 2100 v. Chr.

Aus der ersten Bauphase existiert nur noch der Ringwall, der die Stätte umgibt. Dieser war ursprünglich um die 2 m hoch und hat einen Durchmesser von 114 m. Es gehörte auch noch ein etwa 2m tiefer Außengraben dazu, dessen Durchgang in die Stätte mit zwei Steinblöcken markiert war.

Außerhalb des Eingangs befanden sich der "Heel Stone" sowie ein freistehendes Holztor. An der Innenseite des Walls befand sich ein Ring aus 56 Erdgruben, nach ihrem Entdecker "Aubrey Holes" genannt, die lange Zeit als Gräber dienten.

Am Ende der ersten Bauphase wurden evtl. die vier "Station Stones" hinzugestellt.

2100 - 2000 v. Chr.

Die Anlage wurde von neuen Siedlern erweitert, Teile der Avenue wurden angelegt und der Felsenstein wurde mit einem magischen Zirkel umrandet. Aus Wales wurden 4 Tonnen schwere Blausteine (Dolorit) herangeschleppt und im Abstand von 1,8m in zwei Kreisen aufgestellt, die Arbeit hierzu wurde aber abgebrochen.

2100 - 2000 v. Chr.

Die Anlage wurde von neuen Siedlern erweitert, Teile der Avenue wurden angelegt und der Felsenstein wurde mit einem magischen Zirkel umrandet. Aus Wales wurden 4t schwere Blausteine (Dolorit) herangeschleppt und im Abstand von 1,8m in zwei Kreisen aufgestellt, die Arbeit hierzu wurde aber abgebrochen.

um 2000 v. Chr.

In der Frühbronzezeit wurde weitergemacht, es wurden aus den Marlborough Downs 50 Tonnen schwere Sandsteinblöcke herangeschleppt, die zu fünf Trilith-Konstruktionen in hufeisenförmiger Anordnung aufgestellt wurden, die mittlere 7 m hoch, die anderen ca. 6 m.

Um dieses Hufeisen wurde ein 4,5 m hoher Steinring aus 30 Sandsteinblöcken, je 25 Tonnen schwer, gebaut, auf dem umlaufend Balken aus dicken Steinplatten lagen.

Später sollten Blausteine in zwei Kreise um den Sandsteinring gestellt werden, dieser Versuch wurde aber wiederum abgebrochen.

um 1500 v. Chr.

In dieser Zeit erhielt Stonehenge sein heutiges Aussehen. Im Inneren wurde ein Hufeisen aus einzelnen Blausteinen gebaut, in die Mitte wurde ein Altartstein gestellt. Konzentrisch zwischen die Sandsteinringe kamen Blaustein-Stelen.

Besondere Beachtung muss man der Leistung der Erbauer in einer Hinsicht auf jeden Fall schenken: Die Materialien wurden über Entfernungen transportiert, die für die damalige Zeit unvorstellbar groß waren. So kamen beispielsweise die Blausteine, eine Basaltart, aus den Preseli Hills in Süd Wales, was eine Strecke von über 200 km ist. Die Sandsteinfindlinge wurden auf Schlitten fortbewegt, die mit 250 Mann, an Steigungen mit bis zu 1000 Mann, gezogen wurden. Die Steine wurden dann in Stonehenge bearbeitet, bis sie passten.

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