Bournemouth

Die Stadt Bournemouth wird als unitary authority eigenständig verwaltet und gehört nur zu einigen zeremoniellen Anlässen zur Grafschaft Dorset. Zusammen mit der Stadt Poole bildet sie ein Ballungsgebiet, die so genannte South East Dorset conurbation. Historisch gehörte die Stadt zur Grafschaft Hampshire, doch im Zuge der Reorganisation der county-Grenzen durch den Local Government Act von 1974 befand man, dass eben dieses Ballungsgebiet Teil der selben Grafschaft sein sollte,  und Bournemouth gehörte fortan zu Dorset. 1997 wurde die Stadt dann als unitary authority unabhängig.

Bournemouth ist einerseits eine Touristenstadt, die allerdings auch als dauerhafter Wohnsitz vor allem bei Rentnern aber auch Studenten beliebt ist. Die Stadt liegt an der Jurassic Coast, dem Küstenstreifen Dorsets, der zum Weltkulturerbe gehört. Es gibt etwa sieben Meilen Sandstrände in der Gegend von Bournemouth. Das Stadtzentrum befindet sich jedoch weiter im Landesinneren.

Obwohl die Gegend um Bournemouth bereits seit tausenden von Jahren besiedelt wurde, gab es an der Stelle der heutigen Stadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts kaum mehr als ein paar Fischer und Schmuggler, die hier ihren jeweiligen Geschäften nachgingen. Erst der Christchurch Inclosures Act von 1802 führte zur anfänglichen Besiedlung des Gebiets. Eine beträchtliche Vergrößerung der Stadt erfolgte um die Jahrhundertwende: Von 1880 bis 1900 wuchs die Zahl der Bewohner von 17.000 auf 60.000. Seit den 1990er Jahren wird der „city“ Status für Bournmouth gefordert.

Sehenswertes in Bournemouth

Das Bournemouth International Centre ist ein wichtiger Veranstaltungsort für große Konferenzen, Theaterproduktionen und Konzerte. Unter anderem halten hier die großen politischen Parteien ihre jährlichen Versammlungen ab. Ein bekanntes Museum ist das Russell-Cotes-Museum, in dem Gemälde und andere Objekte aus der Familiensammlung der Russell-Cotes’, einer bedeutenden Familie der viktorianischen Ära, ausgestellt sind.

Es gibt eine schöne Fußgängerzone, in der man sowohl in modernen Shopping Malls als auch in viktorianische Arkaden gemütlich bummeln kann. Auch Cafés, Bars und Clubs finden sich hier, die vor allem von der studentischen Bevölkerung stark frequentiert werden. Die Stadt hat sich, nachdem sie früher aufgrund der großen Anzahl von Senioren den leicht spöttischen Beinamen „God’s Waiting Room“ (Wartezimmer Gottes) trug, in den letzten Jahren stark gewandelt. Heute gibt es hier 24-Stunden-Nachtclubs, und die Stadt hat nach Aufhebung der Sperrstunde mehr 24-Studen-Lizenzen (zum Ausschank von Alkohol) beantragt als jede andere Stadt in England.

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