Fahrrad

England vom Sattel aus entdecken

Schon Ernest Hemingway verriet, dass er das Gefühl für ein Land am besten vom Sattel eines Fahrrads aus aufnehmen konnte. Denn schließlich müsse man jeden Berg durch die eigene Muskelkraft erklimmen und könnte ihn danach ohne Anstrengung sanft wieder hinunterrollen. Damit liegt er nicht falsch und immer mehr England-Reisende tun es ihm gleich. So machen sich jedes Jahr tausende Ratwanderer auf, die malerische Landschaft des Insellandes von zwei Rädern aus zu entdecken. Denn schließlich schont Radfahren nicht nur das Portemonnaie und die Umwelt – es erlaubt auch einen uneingeschränkten Kontakt zu Land und Leuten sowie einen entspannenden, natürlichen Reise-Rhythmus.

England bietet sich für Radtouristen geradezu an. Dank einem großen, flächendeckend ausgebauten Radwegenetz können Reisende auf zwei Rädern einfach und individuell das Land befahren. So führen speziell ausgebaute Radwege bisweilen durch szenisch ansprechendes Gebiet und entlang von zauberhaften Pfaden: Beispielsweise entlang stillgelegter Bahnstrecken, auf wenig befahrenen Landstraßen durch verschlafene Dörfer und malerische Natur oder auf urtypischen Küstenstrecken entlang des Meeres. Gerade diese Vielfalt macht den einzigartigen Charme eines Radurlaubs in England aus. Informationen zu Touren in der Umgebung liegen üblicherweise bei der lokalen „Tourist Information“ aus. Mehr Wissenswertes gibt es auch bei der britischen Radfahrer-Organisation „Cyclists' Touring Club“.

Spontane Radtour? Mieträder machen's möglich

Wer kein eigenes Fahrrad hat oder mitnehmen möchte, muss nicht verzagen. So bieten viele Fahrradläden und Tourismus-Unternehmen in Städten und auf dem Land die Möglichkeit an, günstig Räder zu mieten. Auf diese Weise können relativ günstig auch spontan längere Radtouren oder kurze Rundfahrten realisiert werden. Die Preise für ein halbwegs annehmbares Gefährt liegen dabei üblicherweise im Bereich von etwa 10 bis 20 Pfund pro Tag.

Es ist auch nicht schwer, die Radreise mit dem Zug zu kombinieren. Oft lassen sich Räder einfach in der Bahn mitnehmen – so lässt sich eine Radtour vielfältiger gestalten. Schwierig kann dies nur während der Stosszeiten werden. Jedoch sollten sich Velo-Freunde vorher über die Platzanzahl informieren, da normalerweise nur Platz für eine bestimmte Anzahl Räder pro Zug ist. Manchmal muss sogar ein Stellplatz im Voraus mit der Fahrkarte gebucht werden. Mehr hierzu gibt es bei den verschiedenen Zugunternehmen.

England ist auch das Zuhause der radgebundenen Reisebuchautorin Josie Dew. Wer einen ersten Geschmack vom Radfahren in und um England erhalten will, findet kurzweilige Informationen auf Josie Dew Homepage.

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